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Eine Stunde

31 Oktober 2006

Wir haben hier in Tabor heute Morgen eine Stunde geschenkt bekommen. Einfach so. Nicht weil wir die Uhr ein weiteres Mal umgestellt hätten – nein, wir haben aus Anlass des heutigen Reformationstages einen Tag der Besinnung. Da haben wir heute Morgen einfach mal eine Stunde geschenkt bekommen. Einfach so – eine Stunde.

Eine Stunde nichts leisten oder produzieren müssen.
Eine Stunde gehen und nirgends ankommen müssen.
Eine Stunde gar nichts tun müssen – nicht mal besinnen.
Eine Stunde.

Einfach sein.

Nichts mehr und nichts weniger.

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Computerspezialist

17 Oktober 2006

Heute beim Frühstück ist es passiert. Ich wurde mal wieder darauf angesprochen. Nach dem Motto: naja, du kennst dich doch so toll mit Computern aus – hab da ein Problem – mit Word – …

Eigentlich wehre ich mich ja immer dagegen in die Kategorie Computerspezialist gesteckt zu werden – schließlich fehlt mir ja noch so einiges an Wissen – finde ich jedenfalls (Ja, ich weiß, ich habe eine ganz besondere Beziehung zu diesen Dingern und meine Fähigkeiten im Umgang mit ihnen liegen wohl über dem des Durchschnittsmenschen). Aber bei solchen Frühstücksfragen möchte ich einmal betonen, dass ich wirklich ein Spezialist bin. Ich kenne mich mit Computern aus. Mit Computern, auf denen keine schöne bunte Oberfläche laufen muss um etwas machen zu können. Mit Computern, auf denen man zum Schreiben einer Seminararbeit einen Texteditor benutzen kann. Mit Computern, die ganz anders sind als die meisten Leute das für sich haben wollen (Das sind die Leute die dann auch immer fragen: Wie kannst du nur so arbeiten?)

Ich hätte dann mal eine kleine Aufgabe zum nachdenken:

Nehmen wir die Fakten:

  • Ich habe kein Word
  • Ich benutze kein Word
  • Vor einer halben Ewigkeit (als Word noch keine Jahreszahlen sondern Versionsnummern trug) habe ich mal Word benutzt.
  • Ich will kein Word benutzen
  • Ich bin Computerspezialist
  • Ich bin Computerspezialist
  • Nein, ein Spezialist muss nicht alles können
  • Nein, auch wenn Computerspezialist das Wort Computer enthält bedeutet das nicht, dass das den Spezialisten zum Generalisten macht.
  • Nein, wenn man Auto fahren kann bedeutet das nicht das man auch Motorrad (oder Braunkohlebagger oder sonstwas, was sich irgendwie vorwärtsbewegt oder bewegen können soll) fahren können muss.

So, man sagt ja, ich sei ein netter Mensch und ich helfe auch gerne – auch wenn man Windows oder Word benutzt – aber ich bin nun mal Spezialist und Computer können ja so verschieden sein.

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Ja, ich lebe noch

02 Oktober 2006

So, über einen Monat ist es her – mein letzter Post. Da werden schon Fragen gestellt, ob ich denn überhaupt noch bloggen würde – angesichts der Leere hier eigentlich eine gute Frage. Bis jetzt möchte ich den Blog aber schon noch fortführen. Nur was bloggt man bloß???

Nun, ein bisschen was ist ja schon passiert seit dem letzten Post.

Das Studium hat wieder angefangen – und das Semester ist schon einen Monat alt. Interessante Module – Missiologie NT-Theologie Paulus und Dogmatik II. Das ist alles schon sehr interessant. Dazu kommt die Diplomarbeit – ich schreibe über die Entstehung Tabors.

Nächstes Wochenende ist das erste Jugendtreffen und zwei Wochen drauf dann das zweite. Mittwoch ist Vorbereitungstag – da ist dann auch noch einiges zu tun.

Seit letzter Woche kann ich Punkte sammeln wie ich will – meine Probezeit ist um – nicht, dass ich das jetzt ausnutzen will, aber es ist irgendwie schon erleichternd.

Ja, ich bin ein fieser Mensch – wobei diesmal ist es wohl nicht mehr ganz so fies, denn die meisten dürften es ja schon wissen. Ich spanne die Leute nun mal gern auf die Folter und verschweige die wichtigsten Informationen bis zum Schluss (Hallo Holger ;-) ). Also, vielleicht ist das ja auch der Grund warum ich den Eindruck habe, dass die letzten Wochen so schnell an mir vorbeigeflogen sind – ach ich soll auf den Punkt kommen – na, dass die Leute immer so ungeduldig sind. Außerdem wissen es die meisten doch eh schon – die Buschtrommeln arbeiten doch hervorragend. Manchmal würd ich ja gerne mal die Informationskanäle visualisiert überblicken, welche Wege da so vorhanden sind. Ach so, ich wollt ja auf den Punkt kommen. Eigentlich könnt ich ja einfach auf den Blog meines Bruders verweisen (der freut sich über jedes kleine bisschen Traffic) und hat es ja schon vor Wochen gebloggt oder ich könnte einfach mal noch auf einen anderen Blog verweisen – wenn ihr auf den richtigen Link klickt kommt ihr wieder hierher zurück … ;-)

… oder ich verrate es einfach so (oder eben auch nicht, aber vielleicht gibt es ja noch irgendwo einen Menschen der es noch nicht weiß – so jetzt könnt ich wirklich mal zum Punkt kommen): Ich habe seit knapp einem Monat eine Freundin.

Naja, jetzt hab ich mal wieder was gebloggt, mal schaun, wann ich wieder mal wieder dazu komme ;-)

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Lagerhalle 112

27 August 2006

Manchmal frag ich mich ja, ob mein Zimmer eigentlich Wohnraum ist oder nicht irgendetwas anderes. Ok, man gewöhnt sich ja an vieles, und an die Synthese aus Serverraum und öffentlichem Aufenthaltsraum gewöhnt man sich recht schnell, haben diese Aspekte doch ihre nicht verachtenswerten Vorteile. Interessanter Weise ist nun ein weiterer Aspekt hinzugekommen: der eines Lagerraumes oder gar einer Abstellkammer??? Gut es hält sich noch in Grenzen, solange ich nicht da bin und gefragt werde ist das ja alles noch vollkommen ok (Und die paar Tage bis das neue Semster anfängt halt ich es auch noch aus ;-) ). Aber was ist mit den Sachen die keinen identifizierbaren Eigentümer haben. Wenn ich dieses herrenlose Strandgut anschaue, finde ich nur mich selber. Ein Rätsel? – Ein Spiegel, bestimmt 1,5m hoch und ich habe keine Ahnung wem er gehört. Also, falls du Eigentümer eines ca. 1,5m hohen Spiegels (einfach nur Spiegel, kein Rahmen, nichts) bist und ihn nicht in deinem Besitz hast, melde dich.

Es gibt allerdings auch erfreuliches Strandgut – sogar mit Absender versehen – zum behalten bzw. genießen – hier einmal ein herzliches Dankeschön an die Daums (ja, auch denen, die in der Vergangenheit etwas hinterließen sei gedankt).

So, ab Morgen wirds wieder leerer in meinem Zimmer (da kommen die Neuen) und beim Jugendtreffen kommt dann das Päckchen von hinter der Tür auch weg – bleibt nur noch die Frage, wem gehört dieser mysteriöse Spiegel???

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Es ist so ruhig

25 August 2006

Ruhe. Das ist das Stichwort, was einem hier in Tabor zur Zeit am ehesten einfällt wenn man die Situation beschreiben will. Verglichen mit dem normalen Alltag ist es hier grade sehr ruhig. Jetzt zum Wochenende wird es zwar wieder etwas unruhiger, und ab nächster Woche werden dann die Neuen da sein, aber ansonsten ist es hier ruhig. So, genug über Ruhe geredet (die schein sich sogar auf das Blogverhalten der Taborianer auszuwirken).

Was lerne ich daraus:

  • auch wenn es vielleicht niemand glaubt – im Wohnheim kann es richtig still sein
  • wenn nicht alle 5 Minuten jemand reinkommt um Gummibärchen zu holen oder Kaffee zu trinken, kann man mal ein paar Hundert Seiten am Stück lesen, ohne dass man unterbrochen wird (das soll jetzt keine Ausladung sein, ihr dürft gerne wieder kommen, wenn ihr wieder da seit)
  • Da niemand bloggt, muss man das selbst tun und verzapft dann solche Postings ;-)
  • Die Ruhe hier kann richtig gut tun – ich freu mich aber auch drauf wenn wieder etwas mehr los ist ;-)

So, mal wieder etwas für den traffic getan, jetzt kann ich auch mal noch was Sinnvolles tun – den Bafög-Antrag fertigmachen zum Beispiel.

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Wieder zu Hause

21 August 2006

Nachdem ich letzte Woche erst meine Brüder besucht habe, dann kurz mal in Marburg war und dann noch zwei Tage bei meinen Eltern war, bin ich seit Samstag wieder hier zu Hause in Tabor. Langsam lichtet sich das Chaos der Post von sechs Wochen, den ganzen Sachen die wieder irgendwo verräumt werden mussten und dem was durch das normale Leben halt so anfällt.

Auch auf der Festplatte muss ein bisschen Ordnung her – ein paar Impressionen vom Praktikum hab ich mal bei flickr hochgeladen.

Ansonsten ist es hier in Tabor zur Zeit relativ ruhig – wobei, dafür dass eigentlich niemand da ist springen hier doch noch erstaunlich viele Leute rum – nicht das mich das stören würde, aber irgendwie hatte ich da vom letzten Jahr her weniger in Erinnerung.

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Sechs Wochen …

14 August 2006

Tja, sechs Wochen Praktikum liegen hinter mir.

Sechs Wochen fast ohne Internet (nur meine Mails konnte ich halbweges regelmäßig kontrollieren) – da merkt man mal, wie selbstverständlich dieses Medium geworden ist – meinen Jubel über die Wiedererlangung habe ich hier ja schon verkündet.

Sechs Wochen Gemeinde – es war ein guter Einblick in das, was wohl nächstes Jahr auf mich zu kommt. Gemeindearbeit – Arbeit mit Menschen – Arbeit für Gott – ich freue mich drauf.

Sechs Wochen fast jeden Tag woanders Mittagessen – Ich war in den sechs Wochen jeden Mittag jemand anderem aus der Gemeinde eingeladen (bis auf wenige Wiederholungen) – eine gute Gelegenheit die Leute etwas besser kennenzulernen – so hab ich doch – meines Ermessens nach – einen recht guten Eindruck von der Gemeinde gewonnen – und mehr Namen behalten als ich ursprünglich befürchtet habe.

Sechs Wochen kein Coppy – naja, fast nicht. Man trifft halt überall Taborianer (die kennen mich ja fast nur noch unter diesem Namen – mancher rätselt ja, wer denn der zweite Michael in Tabor sein soll). Ansonsten blühte eine bunte Vielfalt an Bezeichnungen und Namen, die irgendwie alle mich als Ziel hatten: vom Michael (ja, ich heiße wirklich so!) über Matthias und Daniel bis hin zum Titel  „eure Majestät“ welcher allerdings einer raschen Inflation unterlag und bei der funktionalen Bezeichnung „der Praktikant“ endete. Ansonsen war auch die Spielart „PP“ für „PredigerPraktikant“, nicht zu sprechen von Abkürzungsformen  wie Michi oder Micha sowie der schöne Name „Same Same“ im gebrauch. Wobei ich die wahnsinnig kreativen Kombinationen diverser Bezeichnungen – welche meist zu später Stunde entstanden – nicht auch noch alle nennen kann oder will.

Sechs Wochen in Gunzenhausen, auf die ich gerne zurückschaue – Und das nicht, weil es jetzt um ist sondern weil es eine gute Zeit war.

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Wieder online!!!

13 August 2006

Juchhu!!!!!!!!!!!

seit 6 Wochen das erste mal wieder richtig online!!!!!!


Eine Viertelstunde nachdem ich hier bei meinen Brüdern in Fürth angekommen war stand der Rechner, das Netz und die Verbindung nach Marburg.

Etwas mehr über die letzten Wochen gibts dann in Kürze.

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Dozenten, Fussball und Alzheimer

05 Juli 2006

Tja, ich bin jetzt schon fast eine Wochen hier in Gunzenhausen und habe mich immer noch nicht gerührt - das wird hiermit endlich nachgeholt.

 Bin bis jetzt einfach in verschiedenen Gruppen mitgelaufen. Ab morgen ändert sich das auch: Bibelgesprächskreis, Jungschar, Predigt.

Bis jetzt ;-) geht es mir gut, so ein paar Namen habe ich mir auch schon gemerkt und der Rest kommt wohl noch mit der Zeit. Letztes Wochenende waren wir hier mit einem Stand auf dem Stadtfest vertreten,

 

ansonsten tritt bei mir ein interessantes Phänomen zu Tage: das Sommerpraktikums-Fussball-Phänomen. Während des kompletten Jahres spiele ich eigentlich kein Fussball – und dann, kaum bin ich im Sommerpraktikum, geht es los. Das war letztes Jahr in Thailand so, und gestern war es dann auch in Gunzenhausen soweit: Fussballspiel der Teens gegen die Eltern – und als Praktikant durfte ich auch gleich mitspielen – als Aushilfe bei den Eltern:

Tja, wichtig, wichtig: Terminklärung während des Spiels ;-)

Naja, was ich ansonsten noch gemacht habe (natürlich längst nicht alles ;-) ) kann man dem Titel erahnend (oder auch nicht) entnehmen.

 OK, ein Tipp: Gestern war ich beim 55+ Treff dabei.

 

Nein, das war nicht der 55+ Treff. Am Montag war HGV-Hauptamtlichentag. Thema Taufe. Ich kam mir ja fast schon wie im Unterricht vor. So mit Holger, Carsten und Alex, und dann kamen auch noch Thorsten und Dr. Norbert Schmidt, tja, da hab ich nicht schlecht gestaunt, als die beiden plötzlich zur Tür reinkamen ;-)

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Es geht los

28 Juni 2006

So, nachdem Stress der Prüfungszeit, dem Sommerfest am Freitag – ich habe förmlich gespürt, wie der ganze Stress von mir abgefallen ist – dem Tag der Sendung und dem Familienabend, bei dem wir das 8. Semester verabschieden durften, geht es heute los mit meinem Sommerpraktikum. Sechs Wochen Praxis, sechs Wochen in Gunzenhausen, sechs Wochen mit dem Leben, was man eingepackt hat und sechs Wochen leben ohne das, was man vergessen hat.

Ich freu mich drauf, heute Mittag werd ich losfahren, super genial, mit einem Auto. Zwar nicht mein eigenes, aber immerhin für die nächsten sechs Wochen werde ich es besitzen – das Auto meiner Patentante – die hatte leider einen Unfall (mit dem Fahrrad) und darf während der nächsten Wochen nicht Auto fahren.

So, nachher werd ich dann auch meinen Computer abbauen und einpacken – naja, wird wohl das letzte werden, was ich so einpacke. Mal schauen, wie ich die nächsten Wochen so zum posten komme, aber Gunzenhausen ist ja nicht aus der Welt. Ich denke man wird was von mir mitbekommen.

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