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Gedanken

24 März 2006

Gedanken sind eine mächtige Sache. Sie können die Realität spiegeln, aber auch zu dieser werden. Entweder macht man sich viele Gedanken oder wenig, es kann beides schief gehen. Mir sind zwei Dinge in den Sinn gekommen

„Wir können nicht verhindern, dass die Vögel über unseren Kopf fliegen, aber wir können verhindern, dass sie in unseren Haaren Nester bauen.“

Es gibt Gedanken, die wir nicht verhindern können, aber wenn wir beginnen unser Denken nur noch auf diese Gedanken zu konzentrien, werden sie bald so real werden, dass wir die Realität nicht mehr sehen.

Ein zweiter Gedanke kam mir heute während der Koino. Manch einen Gedanken verlieren wir viel zu schnell aus dem Kopf. Sobald ich den „tieferen Sinn“ einer Geschichte oder eines Bildes begriffen habe, wird dieser Gedanke kategorisiert und einsortiert, ab in die Schublade „xy“. Ich glaube manch einen Gedanken sollte man länger wirken lassen, nicht sofort wegschieben, ihn ergreifen und sich von ihm erfassen lassen. Nicht nur den „tieferen Sinn“ sehen, den ich ja sowieso schon kenne, weiß und für richtig befunden habe sondern sich ein Weilchen dem Ausdruck seiner Gestalt hingeben.

Zwei Gedanken.

2 Kommentare

  1. Wie philosophisch! Dazu kann ich nur sagen, dass ich die Sache mit den Vögeln auch kenne (woher wohl?!) und dass Du mit Deinem mehr „Gedanken-Wirkungskreis-Postulat“ doch durchaus recht hast.


  2. Coppy,
    offensichtlich tut dir der Lausbefall gut. So reine und kluge Worte aus deinen Fingern zu lesen überrascht und berührt mich seltsam. Es scheint als ob deine Metamorphose nun abgeschlossen ist, und du endlich der kluge Geist bist, der du immer sein solltest.
    Doch einen Trost kann selbst ich dir noch mit auf den Weg geben:
    Wer nichts wird, wird Wirt! (danke Tino)
    Dein Udo



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