Archiv für März 2006

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Unvernunft

28 März 2006

Manchmal möchte man sich am liebsten selber in den schlagen. Gestern war mal wieder Abgabetermin für eine Seminararbeit. Und wer sitzt natürlich bis fast zur letzten Minute daran. Richtig. Und dabei macht man sich letztlich selber so richtig fertig. Wie oft habe ich mir jetzt schon geschworen, beim nächsten mal früher anzufangen, vernünftiger mit meiner Zeit umzugehen. Das klappt dann mal für ein zwei Tage, dann ist auch schon wieder vorbei. Wie also jedesmal habe ich mir auch diesmal geschworen bei der nächsten Arbeit vernünftiger zu sein und früher anzufangen. Ich hoffe, dass ich das irgendwann mal wirklich durchziehn kann.

Auf der einen Seite kann ich so richtig schön vernünftig sein, und dann bin ich doch wieder so herrlich unvernünftig, dass ich an mir selbst verzweifeln möchte. Wer da mal ein Patentrezept gegen weiß, kanns mir ja mal geben. Bis dahin werd ichs weiter versuchen, vielleicht schaff ich ja irgendwann mal.

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Gedanken

24 März 2006

Gedanken sind eine mächtige Sache. Sie können die Realität spiegeln, aber auch zu dieser werden. Entweder macht man sich viele Gedanken oder wenig, es kann beides schief gehen. Mir sind zwei Dinge in den Sinn gekommen

„Wir können nicht verhindern, dass die Vögel über unseren Kopf fliegen, aber wir können verhindern, dass sie in unseren Haaren Nester bauen.“

Es gibt Gedanken, die wir nicht verhindern können, aber wenn wir beginnen unser Denken nur noch auf diese Gedanken zu konzentrien, werden sie bald so real werden, dass wir die Realität nicht mehr sehen.

Ein zweiter Gedanke kam mir heute während der Koino. Manch einen Gedanken verlieren wir viel zu schnell aus dem Kopf. Sobald ich den „tieferen Sinn“ einer Geschichte oder eines Bildes begriffen habe, wird dieser Gedanke kategorisiert und einsortiert, ab in die Schublade „xy“. Ich glaube manch einen Gedanken sollte man länger wirken lassen, nicht sofort wegschieben, ihn ergreifen und sich von ihm erfassen lassen. Nicht nur den „tieferen Sinn“ sehen, den ich ja sowieso schon kenne, weiß und für richtig befunden habe sondern sich ein Weilchen dem Ausdruck seiner Gestalt hingeben.

Zwei Gedanken.

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wordpress.com macht sich

18 März 2006

Als Hufi mich zum bloggen brachte, habe ich aus irgend einem Grund hier bei WordPress.com angefangen. Ich weiß nicht warum, aber irgendetwas hat mich dazu gebracht, WordPress.com zu benutzen. Und das obwohl man wesentlich weniger im Code rumpfuschen kann als beispielsweise bei Blogger, wo die meisten anderen Tabor-Blogger sind. (für Leute die mit HTLM nichts am Hut haben kann ich WordPress.com übrigens nur empfehlen, wenn man einfach nur bloggen will ohne sich um irgendwelchen Code Gedanken machen zu müssen, um z.B. irgendwelche Links zu setzen o.ä.)

Aber mittlerweile tut sich echt einiges bei WordPress.com. Richtig im Code rumpfuschen darf ich zwar immer noch nicht, aber wenigsten kann man die Sidebar schonmal etwas verändern und auch eigene (wenn auch ohne CSS und JavaScript) Elemente einbringen. Vielleicht kommt das ja irgendwann auch noch.

Mal schauen, wenn ich irgendwann mal etwas mehr Zeit habe, werde ich mich wohl auch von WordPress.com lösen und einen komplett eigenen Blog anfangen. Leider sieht es z.Zt. mit der Zeit allerdings nicht zu großzügig bemessen aus. Naja irgendwann … *seufz*

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weltbekannt oder doch wohl eher nicht

14 März 2006

Es ist doch interessant, wie die Leute so auf meinen Blog kommen. Meistens werd ich gefragt, „naja, sach mal liest das überhaupt jemand was du da so schreibst?“ Und ich vermute mal, im Groben und Ganzen kann ich dem auch zustimmen, außer denen die mich sowieso kennen wir wohl kaum jemand wirklich meinen Blog lesen. Aber ich bin dann doch ab und an mal erstaunt, wenn mal Fremde auf meinen Blog stoßen und ich das auch noch irgendwie mitbekomme. Aktuellstes Beispiel ist Bernhard, der einfach die Blogosphäre Marburgs mal untersuchen wollte.

Besonders erfreulich war auch der Comment von Karl, der mir gezeigt hat, dass ich doch nicht der einzige bin, der Theologie studiert, bloggt (bis hierhin gibts ja einige), Linux verwendet (da wirds schon enger, Carsten fällt mir da noch ein) und (was mich endlich darin bestätigt hat, dass ich doch nicht der einzige meiner Art bin) LaTeX verwendet.

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Und wieder einer

11 März 2006

Wenn es so weiter geht, wie bisher, dann hat wohl bald jeder hier in Tabor einen Blog. Das neueste Mitglied der Tabor-Bloggemeinde ist Roman. Da Hufi das Wochenende nicht da ist bin ich dann wohl diesmal wirklich mal der erste der diesen komischen Wettbewerb um die Entdeckung neuer Blogs in Tabor gewinnt.

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Iglu

10 März 2006

Am Mittwoch Abend haben wir (Stefan, Peter und ich) die letzten Reste des tauenden Schnees genutzt und ein Iglu gebaut. Wir haben drei Stunden lang bei leichtem Regen gearbeitet und herrausgekommen ist dieses stattliche Iglu (man beachte die tolle Kuppel):

Danach waren wir zwar ziemlich durchgefrohren,

(wir konnten die Hände minutenlang über die Kerze halten, sie haben nur etwas gedampft, Schmerz haben wir keinen empfunden) aber es war ein tolles Gefühl, als wir das Iglu für fertig erklärten.

Auch wenn mach einer am Ende seiner Kräfte war:

Zum Schluss haben wir den Eingang noch verschlossen,

schließlich sollten ja keine kleinen Kinder reinkrabbeln und von den tauenden Schneemassen vergraben werden.

Bis jetzt steht es trotz Tauwetters immer noch, es war eine richtig lustige Aktion, ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind (Tja, das Kind im Manne) und habe mich danach mal wieder so richtig glücklich gefühlt (endlich mal was sinnvolles getan).

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Klassenwochenende, 3.

05 März 2006

So, heute Morgen haben wir noch gemeinsam Gottesdienst gefeiert und nach dem Mittagessen gings auch wieder zurück.

War ein interessantes Wochenende. Ich habe gemerkt, dass man auch mal 48 Stunden ohne Internet auskommen kann, ohne sofort tot umzufallen. Es war sehr gut, mal fern von allem zu sein, was einen dazu verleiten hätte können doch irgendetwas scheinbar sinnvolles zu tun (Der Mensch braucht manchmal auch mal Ruhezeiten in denen mal gar nichts zu tun ist). Außerdem habe ich den Entschluss gefasst, mal wieder etwas mehr auf meine Lautstärke zu achten (das mit den 110 dB stimmt übrigens nicht! Das ist eine Übertreibung die sich im Laufe der Zeit scheinbar eingeschlichen hat).

So, jetzt werde ich mich erstmal etwas erholen, von diesem ruhigen Wochenende, alle meine Feeds abklappern und noch einen Kaffee trinken.

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Klassenwochenende, 2.

05 März 2006

Der Samstag began fast schon etwas früh um 8:30 Uhr mit dem Frühstück. Danach war Reflektion angesagt. Einmal die Runde, jeder schilderte mehr oder weniger kurz, wie er sich und die anderen in der Klasse wahrnimmt. Auch wenn ich anfangs etwas geschockt war, wie mich die anderen wahrnehmen, kann ich sagen, dass es doch gut war und ich wieder mal ein bisschen mehr über mich gelernt habe.

Nach Mittagessen und Kaffee (sehr wichtig!!!) war dann Schlitten- und Skifahren oder einfach etwas freie Zeit an. Nachdem ich mir am Freitag Abend beim Hahnenkampf den Fuss umgeknickt hatte konnte ich leider nicht mit Schlittenfahren (dafür hahbe ich die anderen dann immer mit ein paar Schneebällen empfangen ;-) ).

Der Abend war erstaunlich kurz, um 20:00 Uhr ging der erste (OK, er hat zwei Stunden dafür gebraucht), um 24:00 Uhr gingen dann auch die letzten ins Bett – gut, es war ja auch schon lange nichts mehr da – trotzdem wurde eifrig gesiedelt, Krieg geführt (Risiko) und auch der ein oder andere Kopf rollte (Guillotine).
Ich habe auf jeden Fall sehr tief geschlafen, die Sägelaute meiner Zimmerkollegen habe ich erst in den frühen Morgenstunden vernommen, da aber um so intensiver.

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Klassenwochenende, 1.

05 März 2006

Das Wochenende waren wir mit unserer Klasse auf Klassenwochenende in Hartenrod. Kurz bevor wir losfuhren fing es an zu schneien. Der Erfolg war, dass wir fast das kurze Stück Berg vom Taborparkplatz nicht hochgekommen wären.
In Hartenrod angekommen mussten wir dann auch nur noch eine Berg hoch. Die letzten Meter zum Freizeitheim mussten wir aussteigen und schieben. Als wir dann das zweite Auto hochgeschoben hatten kam auch mal der Winterdienst vorbei.

Nach dem Abendessen gings lustig weiter mit Alex und ein paar Jungscharspielchen – Hahnenkampf, Schrubberhockey, etc. Naja, und dann klang der Abend noch in geselliger Runde und heiter Stimmung aus. (Pospi und Daniela müssen gerade neue Vorräte kaufen)

Leider sind wir hier oben scheinbar fern jeglicher Zivilisation – ich habe bisher noch kein Netz gefunden – daher werden diese Posts auch erst online gestellt werden, wenn ich wieder zurück b.in. Mal schauen ob und wie ich 48 Stunden ohne Internet aushalten kann. Wenigsten genug Kaffee gibt es hier, da besteht die Hoffnung, dass ich dieses Wochenende überleben kann.

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Ein lebendes Paradoxon

01 März 2006

Auch auf die Gefahr hin, wieder mal den Eindruck eines zumindest halbwahnsinnigen Verückten zu machen, poste ich mal meine neuesten Gedanken zu mir und meinem Blog.

Gedanke 1: Ich habe eine Blog.
Gedanke 2: Ich werde krankhaft paranoid sobald ich am Computer sitze.
(Kurze Zwischenbemerkung: Ich hatte gerade einen nichtautorisierten IP-Switch in meinem Netz, hat sich glücklicherweise als harmlos erwiesen, aber das Jagdfieber hatte mich schon erfasst)

Wie funktioniert das??? Eigentlich müsste sich hier irgendwo eine Spalte im Subraum bilden und mich verschlingen. Ich muss wohl zu der seltenen Spezies der lebenden Paradoxen gehören. Auf jeden Fall finde ich mich selbst höchst paradox. Vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich mir grade mal wieder Gedanken darüber mache, warum ein so fanatischer Naturwissenschaftler wie ich Theologie studiert. Wie auch immer, ich finde mich mal wieder sehr seltsam – macht aber nichts, wär ja langweilig, wenn alle nur normal wären.

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