So, da wollte ich nur mal kurz was einkaufen, und schon habe ich wieder was für die Küche mitgebracht. Zwei schöne hölzerne Kochlöffel. Wann hört das eigentlich mal auf, dass ich Einkaufen gehe und mir nicht irgendwelches Werkzeug zum Kochen oder Backen mitbringe? Oh, mir fallen auch noch ein paar weiter Sachen ein. Naja, das wird wohl nichts, das mit dem Aufhören.
Archiv für November 2005

Existiere ich?
29 November 2005
Meine Tür berichtet eindrucksvoll davon, dass ich nie in meinem Zimmer zu sein scheine. Auch die Menschen, die verzweifelt versuchen mich bei ICQ zu finden bestätigen mir per PM das ich nie da sei. Es stellt sich mir also die Frage:
Existiere ich überhaupt?
Denn wenn ich den Botschaften meiner Mitmenschen glauben darf, bin ich nie da. Wenn ich aber, auch wenn ich mich persönlich anwesend fühle, beim Anblick meiner Tür und laut den Kommentaren der Anderen dauerhaft nicht anwesend bin, da kommt da schon die Frage auf: Bin ich real oder existiere ich nur in meiner Vorstellung? Aber das würde heißen, dass auch alle anderen nur in meiner Vorstellung existieren. Wenn aber die Anderen nur in meiner Vorstellung existieren, dann wären auch ihre Kommentare nur in meiner Vorstellung. Aber wenn die Kommentare nur in meiner Vorstellung existieren, woher kommen dann die vielen Zettel? Oder existieren einfach nur die Zettel nicht? Was ist dann mit meinen Augen?
Fragen über Fragen.
Ich halte fest:
Ich bin da!
Ich bin weg!
Ich komme wieder?
Ein ewiges Kommen und Gehen!

Mein Bruder bloggt
28 November 2005Kaum ist es her, dass ich meinem Bruder von meinem Blog erzählte, ihm einen Einladung von wordpress.com schickte und was macht er? Er fängt an zu bloggen. Und schreibt in den ersten zwei Tagen fast mehr als ich in zwei Monaten.
Der scheint echt nichts zu tun zu haben.

KSS
20 November 2005Nun, nachdem ich hier immer wieder mal was von KSS, KSS-Brüdern und ähnlichem erzähle, denke ich, dass es an der Zeit ist, das Mysterium KSS ein bischen näher unter die Lupe zu nehmen.
So, ich hoffe ich bekomme das jetzt richtig auf die Reihe. KSS steht für “Klein – Stark – Schwarzâ€? und bezeichnet ein Minigruppenkonzept von Neil Cole. Klingt nach Espresso, ist ähnlich intensiv und gut und hat wohl auch etwas damit zu tun – jedenfalls in der deutschen Fassung des Buches dazu.
Um das Ganze vielleicht etwas besser zu verstehen, mal ein Beispiel: Meine KSS (OK, wir entsprechen jetzt nicht einer typischen KSS im Reinkonzept – wir haben uns z.B. noch nie geteilt – aber das macht ja auch nichts, ist nämlich trotzdem gut)
Wir treffen uns so etwa jede Woche – wenn jetzt nicht gerade mal etwas sehr wichtiges, auf keinen Fall aufschiebbares und unvorhersehbares dazwischenkommt (z.B. wenn Holger meint, meine Augenringe seien wiedereinmal viel zu groß und ich müsse dringend etwas Schlaf bekommen, ich würde sonst eh nur zwischendrin einschlafen). Aber wir schaffen es doch recht regelmäßig, weil wir nämlich sehr flexibel sind. Sehr zum Bedauern von ****** (Ich gebe ja zu, dass wir das manchmal schon fast absichtlich so unübersichtlich machen, es trägt halt einfach zur Erheiterung von zwei Dritteln unsrer KSS bei.) Wenn wir also einen Termin haben (i.d.R. z.Zt. Do Abend – hach es ist einfach zu schön – gibt es nicht noch eine Abkürzung für Abend?) treffen wir uns meist im Wohnzimmer. Manchmal auch bei einem von uns auf dem Zimmer.
Also wir treffen uns. Und zwar um 19:00 Uhr (jedenfalls ist das die Zeit auf die wir uns zur Zeit so grob geeinigt haben). Also wir treffen uns um 19:00 Uhr und sind dann um 19:15 Uhr oder spätestens um 19:30 Uhr alle drei da. Wenn einer nicht da ist wird er für tot erklärt (s.u.).
Wir haben uns also alle getroffen. Mit von der Partie sind: Holger, Daniel und Ich. Außerdem immer dabei sind: Mein Glas mit den Gummibärchen, Daniels Wasserflasche und Holgers KSS-Zettel (den hat er zwar nicht dabei, aber wir wissen das Holger ihn irgendwo hat. Und wenn er doch einmal real anwesend ist, dann macht das auch nichts, zum Ausgleich komme ich dann mal ohne Zettel.). Und auch jedesmal dabei sind natürlich unsere Zaungäst. Das geht dann so: *klopf-klopf* – Herein! – Äh Hallo/Hey, ich wollte nur mal [Gummibärchen/bei welcher Frage seid ihr denn grad/Holgers Auto/Darf ich mitmachen? - Nein!/*nichtssag und zum Gummibärchenglas geh*/sonstwas, was mir grad nicht einfällt] – (1-5 Minuten später) Wir machen grad KSS! – [wusst ich, deswegen bin ich ja hier/achso, ich hab mich schon gewundert was ihr hier macht/Ich geh ja schon] – *Tür zu*. Auch an dieser Stelle sorgt die Taktik des rotierenden Termins für wahre Wunder der Ruhe.
Wir haben uns getroffen, wir sind auch alle da, wir haben unsere Ruhe. So jetzt kanns losgehen: Nach einer Gebetsrunde stellt sich die komplizierte Frage: Wo waren wir eigentlich? Aber dann gehts richtig los: Achso – habt ihr Korinther gelesen? (wir sitzen jetzt echt schon lange daran – mit Sprüche ging das irgendwie schneller) So, jetzt aber Frage Nr. x (Wobei x für eine Zahl zwischen 0 und 18 steht). Und dann gehts weiter. Einer nach dem anderen ist dran, erzählt, die anderen fragen nach, und so weiter. Die Reihenfolge wird durch unser rotierendes System bestimmt. (Hallo, ******, ja uns macht es Spass, aber du lernst es auch noch). Naja, ehe man sich versieht ist die Zeit verstrichen, zum Abschluss des Abends noch eine Gebetsgemeinschaft, und dann Gute Nacht.
Macht das ganze jetzt Sinn? Ich meine, man kann sich doch auch so mal auf ein Bierchen treffen und der Abend ist im Handumdrehn vorbei. Ich habe festgestellt, dass es Sinn macht. Denn da sind zum Beispiel die Fragen. Unsere z.Zt. 17 Fragen decken so ziemlich jedes wichtige Thema ab. Das heißt man redet nicht nur über die angenehmen Dinge, sondern auch über die unangenehmen. Nicht nur über die lustigen Themen, sondern auch über die traurigen. Und das tut gut. Man hat einfach Menschen, mit denen man über wirklich alles reden kann. Das tut auch einem Mann gut. Außerdem hinterfragen einen die anderen auch. Und spenden Trost. Und treten einen in den Hintern. Und, und und.
Also Fazit: KSS ist ne tolle Sache, macht auch noch Spass und überhaupt ist es einfach gut.

IKEA
19 November 2005Entdecke die Möglichkeiten?
Die Eröffnung, dass wir als Kaffeekränzchen nach Kassel zu IKEA fahren würden – wieso stand das eigentlich irgendwann fest, ohne dass ich was davon mitbekommen hatte, wie es zur Entscheidungsfinung kam? – stieß bei mir erstmal nicht auf das volle Maß meiner Begeisterung. Aber ich muss sagen, das hat echt was. Gut, über die Namensgebung kann man sich jetzt streiten. Und auch wenn meine neuen Kissen mit bürgerlichen Namen alle “Granatâ€? heißen – und das ist scheint nicht nur bei meinen so zu sein, Holgers heißen auch so, dass muss echt ne große Familie sein – werde ich sie wohl in Zukunft nur noch als “meine neuen Kissenâ€? bezeichnen.
Was das ganze brachte?
Ein paar Kissen, eine Knoblauchpresse, ach was weiß ich alles. Auf jeden Fall werde ich nächstes Mal wieder mitfahren. Bei einem Packetpreis von 9,- EUR lohnt sich der Versand nicht wirklich. Außerdem wäre das Frühstück bei der Lieferzeit von bis zu 2 Wochen wohl nicht mehr ganz so frisch und das Wichtigste: Der Kaffee wäre kalt.

Kochen
13 November 2005Das Kochen und Backen hat es mir doch angetan. Da bin ich ein Wochenende bei meinen Eltern, komme zurück und habe direkt wieder ein paar Küchenhelfer und Rezepte mehr. (Außerdem konnte ich mal wieder in einer voll eingerichteten Küche stehen *seufz*)
Das ist schon erstaunlich, mein Wäscheschrank wird mehr und mehr von Küchenutensilien und Vorräten bevölkert. Glücklicherweise bin ich schon vor ein paar Wochen darauf gekommen, den Knoblauch doch lieber nicht im Wäscheschrank zu lagern. Sonst hätte mein nächster Gasthörer – ich habe mich bereit erklärt, dass ab und an jemand für ein paar Tage bei mir unterkommen kann, der sich für das Studium in Tabor interessiert (dafür habe ich in der restlichen Zeit ein größeres Zimmer) – seine Wäsche wahrscheinlich lieber im Koffer gelassen. So lager ich jetzt nur noch die duftneutralen Vorräte und das „Werkzeug“ im Wäscheschrank.
Wozu ich das alles brauche?
Nun, ich koche und backe recht gerne – hat irgendwie was von chemischen Experimenten. Dazu kommt, dass ich gerne Gäste habe. Wenn ich also mal wieder meine Spezialität – den Rotweinkuchen – gebacken habe, dann kann man fest damit rechnen, dass den Nachmittag über von Zeit zu Zeit ein Kopf zur Tür hereinschaut und dann mit Kaffee und Kuchen versorgt wird.
Ok, ok – dieses Semester bin ich noch nicht oft dazu gekommen (habe ich überhaupt schon gebacken??? – Naja, dafür war das Kochen öfter mal dran) aber ich werde es noch hinkriegen.
Nun gut, zu guter letzt verrate ich noch das Rezept meines Rotweinkuchens – auch wenn das nächste mal erstmal ein Apfelkuchen drann ist.
Also, man nehme:
- 250g Mehl
- 250g Zucker
- 225g Margarine
- 1/2 Tasse Rotwein
- 4 Eier
- 4 TL Kakaopulver
- 1 TL Zimt
- 100g Kuvertüre, zartbitter
- 50g Kuvertüre, vollmich
- 3/4 Päckchen Backpulver
Die Kuvertüre klein raspeln oder schneiden und die Eier trennen. Aus dem Eiweiß Eischnee schlagen, die restlichen Zutaten gut mischen und verrühren. Den Eischnee zuletzt unterheben. Alles in eine Backform geben und ca. 1 Stunde bei 175°C backen.
Guten Appetit

Predigt – Der untreue Verwalter
05 November 2005Am 13.11. habe ich eine Predigt zu halten. Nun denn dachte ich, schauste mal was für ein Text vorgegeben ist, nimmst den und gut. Gut, schnell ins Internet geschaut, Perikopenordnung gesucht und Text rausgesucht. Bis dahin wars ja noch nicht so herausfordernd, außer dass ich mich mal zum Arbeiten überreden musste. Aber irgendwie war der Text dann doch herausfordernd. Lukas 16,1-8(9) – Der untreue Verwalter – ein Text über dessen Aussage ich erstmal nachdenken werden muss. Kein: Ach, dieser Text, alles klar, hat das und das zu bedeuten, Predigt ist schon halb fertig, schnell noch ausformulieren.
Gut, dachte ich, musst ja nicht unbedingt den Perikopentext nehmen, kannst dir ja auch nen schönen Text aussuchen. Doch dann kam mir noch ein anderer Gedanke. Die Predigt hängt sowieso nicht von meinem Können ab. Ich kann noch so ne tolle Rede schwingen, solange Gott nicht durch seinen Geist den Hörern die richtigen Dinge klar macht kann ich reden solange und so gut oder schlecht wie ich will, es wird nichts nützen.
Deshalb habe ich jetzt beschlossen, da ohne Gottes Handeln sowieso die ganze Predigt nichts wird, kann ich auch im Vertrauen auf seine Hilfe an diesen Text gehen. Ich bin mal gespannt, was da noch rauskommt.

Bin ich tot?
05 November 2005Als ich gestern Abend, wohlgelaunt, mich bester Gesundheit erfreuend, vor Lebenskraft geradezu strotzend, in mein Zimmer kam, eigentlich noch bevor ich in mein Zimmer kam – aber das nur der Vollständigkeit halber, was musst ich entdecken: Eine Anzeige, genauer gesagt eine Todesanzeige, noch genauer gesagt, meine Todesanzeige:
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Was soll man da sage?
- Ich fühlte mich eigentlich noch ganz lebendig
- Mag ich zwar schon etwas müde gewesen sein, aber so müde um als scheintot durchzugehen, nee das beim besten Willen nicht.
- Wieso hatte ich davon nichts gemerkt?
Fazit: Irgendwer muss hier irgendwas falsch interpretiert haben. Gut, ich war etwas spät dran an dem Abend, aber soviel habe ich nun auch nicht zu vererben, als das ich so schnell verschieden werden müsste. Außerdem nachdem in den Wochen davor schon ausdrücklichst festgehalten worden war, dass ich sowieso nie da sei, halte ich mal ganz kurz fest: Es gibt nur eine Lösung: Entweder bin ich wider mein eigenes Wissen und Empfinden tot oder meine KSS-Brüder (Ich habe immer noch nicht erzählt was das ist – ok, ok ich werde irgendwann auf irgendeine Weise dazu kommen) haben sich schlichtweg geirrt. Da Holger das Wochenende sowieso nicht da ist um dem zu widersprechen, behaupte ich einfach mal das ich noch unter den Lebenden bin. Auch wenn ich manchmal den Anschein einer wandelnden Leiche zu machen scheine (Dagegen hilft manchmal einfach ein Schluck Kaffee).
So das waren die neuesten Erkenntnisse über meinen Zustand – Ich bin gespannt was mir dieses Wochenende noch so passiert, vielleicht krieg ich es ja diesmal mit.
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Erste Schritte zurück in den Alltag
02 November 2005Ich habe zwar immer noch nicht so richtig nen Plan davon, was das hier mal werden wird, aber ich fange einfach mal damit an.
Was soll ich sagen, am besten nicht zuviel. Ich bin nämlich ziemlich müde. Wie gut, dass das Tippen fast schon automatisch geht (ich hoffe der Sinn bleibt nicht auf der Strecke). Der Grund meiner aktuellen Müdigkeit dürfte wohl darin liegen, dass wir hier bei uns in Tabor im vergangenen Monat zwei Jugendtreffen hatten. Einmal mit über 1200 Teens und letztes Wochenende mit so an die 600 Jugendlichen. Ich habe es irgendwie geschafft, ständig zu arbeiten, nie zu schlafen und das mit viel Kaffee auszugleichen (ich möchte an dieser Stelle mal das Cafeteriateam zu grüßen).
Nein, ganz so schlimm war es nicht, mein KSS-Bruder Holger (Was das ist erzähl ich später mal) und andere will mich nur immer ins Bett schicken, weil er meint ich würde so fertig aussehen. Aber schließlich habe ich mich an das schwere Gefühl in meinen Augenliedern schon so sehr gewöhnt, dass es eigentlich keinen Grund dafür gibt, den Tag so frühzeitig zu beenden (Ja, ich weiß, Gesundheit und sowas). Trotzdem mache ich jetzt mal Schluss für heute, denn schließlich muss man auch mal was anderes machen als den ganzen Tag am Computer zu sitzten. Gut, dazu bin ich im letzten halben Jahr IMHO nicht gekommen, aber ich kann mich noch daran erinnern.
Also, Gute Nacht,
bis ein andermal
Coppy